Wissenswertes zur Homöopathie - Praxis für Psychotherapie & Traumatherapie & Körpertherapie in München
17608
page-template-default,page,page-id-17608,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-child-theme-ver-1.0.1,qode-theme-ver-8.0,wpb-js-composer js-comp-ver-4.9.2,vc_responsive

Wissenswertes zur Homöopathie

Mahatma Ghandi über die Homöopathie

 

„Homöopathie ist die modernste und durchdachteste Methode, um Kranke ökonomisch und gewaltlos zu behandeln.  Die Regierung muss sie in unserem Land fördern und unterstützen. Genauso wie mein Prinzip der Gewaltlosigkeit niemals scheitern wird, enttäuscht auch die Homöopathie nie.“

 

Grundlagen

 

Der Arzt behandelt, die Natur heilt.

 

Schon Hippokrates hat gesagt, dass der Arzt nicht heilen, sondern lediglich behandeln kann. Die Heilung des Patienten kann nur mit Hilfe seiner Lebenskraft aus ihm selbst heraus geschehen. Die Homöopathie ist eine Therapieform, die darauf abzieht, die Lebenskraft zu stärken. Durch die Wahl des richtigen Heilmittels, werden Impulse gesetzt, die die Lebenskraft stärken und den Kranken somit aus seinem Leiden wieder heraus führen.

 

Samuel Hahnemann

 

Aude sapere: Wage es, weise zu sein.

Das war ein wichtiger Leitspruch von Samuel Hahnemann, der von 1755-1843 lebte und die Homöopathie entwickelte.

 

Der Anfang seiner Karriere war sein berühmter „Chinarindenversuch“. Damals gab es auch in Deutschland noch die Malaria. Als wichtigstes Medikament wurde zu der Zeit die Chinarinde eingesetzt. Obwohl er selber gesund war, nahm er dieses Medikament ein, um es zu studieren. Er machte dabei die erstaunliche Enddeckung, dass er unter der Einnahme selbst starke Malariasymptome bekam. Er zog daraus den Schluss, dass Chinarinde zwar beim Kranken die Malariasymptome bessern kann, bei zu starker Dosierung aber am Gesunden genau diese Krankheitssymptome hervorruft. Auf ähnliche Art und Weise „prüfte“ er noch viele andere Substanzen an sich und seiner Familie. Er beobachtete und dokumentierte dabei sehr genau. Dieser Ansatz zu experimentellen Untersuchungen über die Arzneiwirkung im gesunden Menschen war neu. Die Ergebnisse seiner umfangreichen Versuche mit den unterschiedlichsten Substanzen aus Pflanzen- und Tierreich sowie der unbelebten Natur veranlassten ihn zur Formulierung des Ähnlichkeitsprinzips der Homöopathie.

 

Das Ähnlichkeitsprinzip

 

Similia similibus curentur

 

Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden. Dieses Ähnlichkeitsprinzip ist der Grundsatz nachdem Hahnemann gearbeitet hat und nachdem noch heute in der Homöopathie gearbeitet wird. Ich bezeichne das auch gerne als „Schlüssel-Schloss-Prinzip“. Wenn der Schlüssel (die Arznei) in das Schloss (Patient) passt, werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.

 

Zum besseren Verständnis des Ähnlichkeitsprinzips möchte ich folgende Beispiele anfügen:

 

  • Die Brennnessel (Urtica urens) führt bei Hautkontakt zu schmerzhaften, juckenden Bläschen. In der Homöopathie wird sie bei Nesselsucht mit starkem Brennen und Verschlechterung durch Wärme eingesetzt.
  • Die Küchenzwiebel (Allium cepa) führt beim Zerkleinern zu tränenden Augen und einer laufenden Nase. In der Homöopathie wird sie eingesetzt bei Fließschnupfen mit brennend scharfem Nasensekret und tränenden Augen.
  • Kaffee (Coffea) wird getrunken, um uns wach zu machen und die Konzentration zu stärken, allerdings macht er auch Herzklopfen. In der Homöopathie wird er Menschen gegeben, die wie aufgedreht wirken und unter Schlaflosigkeit leiden.

 

Die Potenzierung

 

Um Vergiftungen zu vermeiden, „verdünnte“ Hahnemann im Folgenden seine Arzneien. Dabei verdünnte er sie nicht einfach, sondern verschüttelte und verrieb sie in definierten Schritten (z.B. 10er oder 100er Schritten). Später sprach man von „Dynamisieren“ oder „Potenzieren“, was so viel heißt, wie „die Wirkung steigern“, denn er stellt fest, dass die Substanzen dadurch nicht nur weniger toxisch wurden, sondern sogar noch besser wirken. Naturwissenschaftlich ist dieser Mechanismus bis heute nicht geklärt, aber die Wirkung in vielen Prüfungen nachgewiesen.

 

Die Arzneimittel

 

In der Homöopathie stehen uns über 2000 gut geprüfte Arzneien zur Verfügung. In der Homöopathie wird von „gut geprüft“ gesprochen, was so viel heißt wie „gut erforscht“. Da aber in der Homöopathie andere Untersuchungskriterien benutzt werden als in der Schulmedizin, sprechen wir lieber von „gut geprüft“. Dazu kommen ständig neue Arzneien, die allerdings oft erst weniger gut geprüft sind.

 

Die Arzneimittel werden zunächst danach unterschieden, ob sie aus dem Reich der Mineralien, Pflanzen, Tiere oder gar der Krankheiten selbst kommen. Innerhalb dieser Reiche gibt es wiederum eine Systematik nach der man weiter differenziert. Je Art der Darreichung unterscheidet man Dilutionen, Tabletten und Gobuli und diese wiederum in unterschiedlichsten Verdünnungsstufen. Es gibt sogenannte D-Potenzen, C-Potenzen, Q-Potenzen und LM-Potenzen, je nachdem welche Verdünnungsschritte bei der Herstellung gewählt wurden (10er, 100er, 50.000er Schritte), und alle Arzneien sind wiederrum in allen möglichen Verdünnungsstufen verfügbar.

 

Der Homöopath hat somit eine schier unendliche Auswahlmöglichkeit. Das ist auch gut so, denn die Menschen bzw. die Patienten sind sehr unterschiedlich und keiner ist wie der andere. Die Kunst besteht nun darin, den Kern der Erkrankung zu verstehen und dann das entsprechend passende Mittel zu wählen. Der Erfolg der Behandlung hängt also von der Ausbildung, der Erfahrung und der Sorgfalt des Therapeuten ab. Nur ein gut arbeitender Therapeut findet den Schlüssel zum Schloss. Außerdem muss die Krankheit in ihrem Ursprung erfasst werden, um dann das entsprechend passende Mittel zu wählen. Grundvoraussetzung ist aber auch das Vertrauen des Patienten zum Therapeuten und die genaue Beschreibung seiner Symptome.

 

Hinweise zur Einnahme und Lagerung der Arzneimittel

 

Niedrige Potenzen wie (z.B. D6 oder D12) werden in der Regel häufiger eingenommen als Hochpotenzen (z.B. C30 oder C200), bei denen zum Teil eine einzige Gabe oder wenige Gaben ausreichen. Die Menge und Häufigkeit der Einnahme werde ich genau mit Ihnen besprechen.
Weiter sollten sie beachten:

 

  • 20 min vor und nach Einnahme der Arznei nichts essen, trinken oder die Zähne putzen
  • Die Arznei nicht sofort schlucken, sondern so lange wie möglich im Mund belassen
  • Bei Wasserauflösungen von Gobuli benutzen Sie lieber ein Plastik- als ein Metallbesteck
  • Lagern Sie Ihre Arzneien nicht direkt vor einem Computer, Mobiltelefon oder Fernseher. Schützen Sie die Arzneien vor direkter Sonneneinstrahlung und allzu starker Hitze.
  • Stellen Sie unter der Behandlung eine Verschlechterung Ihrer Beschwerden, neue Beschwerden oder sonstige unerwartete Reaktionen fest, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung, um das weitere Vorgehen zu besprechen.